Trotz des technischen Fortschritts der Menschheit wird unsere Erde immer ärmer, denn laufend sterben Pflanzen- und Tierarten aus. Was die Natur in vielen Millionen Jahren geschaffen hat, erlischt innerhalb weniger Jahrzehnte. Doch die Arten ziehen sich nicht freiwillig zurück, sie werden vertrieben, vergiftet, erschlagen. Dies wird anhand der Darstellungen zahlreicher Beispiele anschaulich gezeigt. Dabei bildet neben Mitteleuropa auch die Antarktis einen Schwerpunkt.
Nur langsam gelangt das Wissen über das, was wir Menschen der Natur und damit unseren Kindern antun, in das Bewusstsein der Menschheit. Verständnis zu wecken für die Bedeutung der biologischen Vielfalt auf unserer Erde und ihre Bewahrung ist das Anliegen dieser Ausstellung.
Aktuelle Dauerausstellungen:
Diese jüngste der Dauerausstellungen des Museums der Natur führt auf einen Spaziergang durch die Jahreszeiten. Dabei sehen die Besucher Tierpräparate nicht nur hinter Vitrinenscheiben, sondern gehen auch an Felsen und Bäumen vorbei und können in einem Bergbach lebende Fische entdecken. Ein feuchter Rieselfelsen, historische Jagdwaffen, ein uraltes Steinkreuz, der letzte Luchs des Thüringer Waldes, eine Wolfsfalle, vergrößerte Modelle von Insekten und Schneekristallen, eine begehbare Glitzerhöhle – all dies und noch viel mehr erwartet den Besucher in der unterhaltsamen Ausstellung. Viele Sinne werden angesprochen, Anfassen ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht.
Für Kinder liegen bestehen zahlreiche Spiele- und Betätigungsmöglichkeiten und die Waldgaststätte „Zum Rasselbock“ lädt unter dem Kronendach einer Blutbuche zum Verweilen ein.
Diese Dauerausstellung zeigt erstmals und weltweit einmalig in großer Zahl Skelette, Fährten und Lebendrekonstruktionen verschiedener Ursaurier und weiterer Festlandbewohner, die in der Permzeit vor ca. 290 Millionen Jahren lebten. Reste ihrer Körper und Spuren ihrer Lebenstätigkeit haben in den Gesteinen als Fossilien überdauert.
Den Aktivitäten vieler Fossiliensammler und Wissenschaftler des Museums ist es zu verdanken, dass sich heute hier die bedeutendste Ursauriersammlung Europas befindet. Besonders eindrucksvoll ist das Diorama mit einem 40 m² großen Wandgemälde, das die Besucher in eine Permlandschaft entführt.
Mit einer dreiviertel Million Arten sind die Insekten die erfolgreichste Tiergruppe der Erde – und doch entziehen sie sich meist den flüchtigen Blicken der Menschen. Anliegen dieser Ausstellung ist es, einen Eindruck vom unerschöpflichen Formen- und Farbenreichtum sowie der interessanten Vielfalt der Lebensäußerungen der Insekten zu vermitteln und auf ihre Rolle im Gesamtgefüge der natürlichen Lebensgemeinschaften hinzuweisen. Nicht zuletzt wird auch ihre Bedeutung für den Menschen aufgezeigt.